Archaische Prägungen beginnen in der Steinzeit

22.05.2015 12:53

Etwas über dem offenen Feuer zu garen, ist eine der ursprünglichsten Formen, Fleisch genießbarer zu machen. Bereits vor der Erfindung des Feuers waren Männer dafür zuständig, auf die Jagd zu gehen, Beute zu machen und die Familie zu ernähren. Die Frauen waren lediglich für die Beilagen verantwortlich, also dafür, Früchte, Nüsse und Wurzeln zu sammeln. Obwohl man inzwischen herausgefunden hat, dass diese Zutaten damals bis zu 80 % der Nahrung ausmachten, scheint die Rollenverteilung als archaisches Grundmuster in unseren Gehirnen verankert zu sein. Noch in heutiger Zeit prägt dieses Muster die Aufgabenverteilung an den Grills der Nation, obwohl nicht sicher ist, wer nach der Entdeckung des Feuers tatsächlich für die Zubereitung des Fleisches zuständig war - die Männer oder die Frauen.
 

Warum ist das Grillen eine Domäne der Männer?

Wer kennt sie nicht, die Situation auf einer Grillparty: Die Männer scharen sich um den Gartengrill, sei es ein Kugel-, ein Gas- oder gar ein Schwenkgrill, die wir in unserem Grillshop in zahlreichen Varianten anbieten. Sie fachsimpeln darüber, wie man die besten Ergebnisse erreicht. Sie tauschen sich aus, welches ihrer geheimen Marinadenrezepte das Fleisch am zartesten werden lässt, wachen darüber, dass die Wurst oder das Steak nicht verbrutzeln und begießen das Ganze mit einem Bier. Währenddessen lassen die Damen - die meist aus dem Umfeld des Grills verbannt wurden - es sich gut gehen, denn ihre Arbeit haben sie bereits vorher erledigt. Die Salate sind angerichtet und hübsch aufgereiht. Nun sitzen sie beisammen, klönen* über Gott und die Welt und warten darauf, dass ihnen die Herren der Grillstation ihre Ergebnisse servieren. Am Abend sorgen sie mit stimmungsvollen Windlichtern aus dem Angebot unseres Online-Shops für ein gemütliches Ambiente. Zugegeben - dies ist ein Klischee, aber so oder so ähnlich spielt es sich in der wärmeren Jahreszeit bestimmt an jedem zweiten Wochenende ab.

grillen

Es gibt für dieses Verhalten viele Interpretationsmöglichkeiten. Eine davon ist, dass die Versorgung der Familie nicht mehr die Hauptaufgabe des Mannes darstellt, weil in der heutigen Gesellschaft auch die Frauen “ihren Mann stehen”. Umso wichtiger ist es - behaupten Soziologen - dass der Mann sich einen Raum schafft, in dem trotz aller Emanzipation ausschließlich er das Sagen hat. Nun … die Entscheidung, ob das zutreffend sein könnte, überlassen wir dem geneigten Leser.
 

Doch warum ist das Grillen an sich so attraktiv?


Warum lieben wir es, auf wackeligen Campingstühlen unter freiem Himmel zu sitzen, anstatt bequem am Tisch im Esszimmer? Warum setzen wir uns allen möglichen Gefahren aus? Angefangen bei Ameisen im Salat, über verkokeltes Fleisch und versengte Augenbrauen bis hin zu einem Regenguss, der uns zwingt, alles in Windeseile zusammen zu packen und in trockenere Bereiche zu flüchten, ist alles möglich. Auch dies mag mit archaischen Mustern zu tun haben, denn gemeinsam am Feuer zu sitzen, bringt ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft. Ein wichtiger Aspekt in einer Zeit, in der es kaum noch Großfamilien und immer mehr Single-Haushalte gibt. Darüber hinaus ist es so viel einfacher, sich in einem Garten oder einem Park zum Grillen zu treffen. Das Treffen ist zwanglos ohne Dresscode oder Sitzordnung auch für eine größere Anzahl Freunde zu organisieren. Letztendlich ist es nämlich gar nicht so wichtig, das neueste Grill-Equipment zu besitzen und Wochen im voraus alles genau zu planen. Für einen zünftigen Grillspaß mit Freunden oder der Familie reicht ein transportabler Grill aus. Jeder bringt etwas mit und dann lassen wir uns einfangen vom Duft des Gegrillten.

* der Duden zum Wort klönen


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