barbecue

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Lange Zeit galt Grillen als reine Männerdomäne. In der Zwischenzeit stehen fast genauso viele Frauen wie Männer am Grill und bereiten schmackhaftes Essen über der Glut zu. Dies ist unter anderem durch dem Boom am Grillen in den vergangenen Jahren zu erklären. Dieser Hype sorgte auch für eine gänzlich neue Wahrnehmung des früher oft belächelten Hobbies. Nicht nur dass diverse Meisterschaften ausgetragen werden, auch das Arbeitsgerät wird immer professioneller und spezieller. Ein Gartengrill muss einfach mehr als nur grillen können. Mittendrin statt nur dabei ist der aus den USA nach Europa gelangte Barbecue Smoker.

 

Was ist ein Barbecue Smoker?

Ähnlich wie beim klassischen Holzkohle Gartengrill wird auch bei einem Barbecue Smoker die Hitze durch Feuer erzeugt, welches durch Holz oder Kohle gespeist wird. Doch im Gegensatz zum Grillen werden die Lebensmittel bei einem Smoker nicht direkt über der Hitze zubereitet, sondern in sekundärer Hitze in einer Kammer, in welche nur der Rauch des Feuers gelangt, gegart und geräuchert.

 

Was für Arten von Smokern gibt es?

Auch wenn das Grundprinzip eines jeden Smokers ähnlich ist, gibt es doch verschiedene Ausführungen für das Barbecue.


Barrel Smoker

Die häufigste Variante beim Barbecue ist der sogenannte Barrel Smoker. Die meisten handelsüblichen Geräte gehören zu diesem Typ. Auch die häufig auftretenden Kombinationsgeräte zwischen Gartengrill und Barbecue Smoker fallen in diese Kategorie. Diese Smoker bestehen aus zwei Kammern. In einer, der Feuerkammer, wird das Feuer gemacht, in der anderen, der Garkammer, wird das Essen zubereitet. Durch diese zweite Kammer wird der Rauch der ersten abgeleitet. Dadurch wird die Garkammer erhitzt, und darin befindliche Lebensmittel erhalten durch den Rauch den typischen Barbecue Geschmack.


Reverseflow Smoker

Dieser funktioniert ähnlich wie der Barrel Smoker, doch wird hier der Rauch zuerst unter der zweiten Kammer hindurch geleitet, so dass sich diese, sowie eine in ihr befindliche Platte bereits erhitzt, bevor der Rauch in die Kammer gelangt.


Drum Smoker

Diese großen, meist im Eigenbau entstandenen, Geräte besitzen im unteren Bereich einen großen Kohlekorb. Dieser wird mit Kohle gefüllt und nur eine Schicht glühender Kohlen ganz oben hinzugefügt. Dadurch glühen die Kohlen über Stunden hinweg durch und sorgen so für langanhaltende Hitzeentwicklung und Rauchentwicklung. Im oberen Bereich sind ein oder mehrere Grillroste angebracht, auf welchen das Grillgut für das Barbecue liegt. Abgetrennt können diese durch Wasserschalen oder auch Sandschalen sein.

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Welche Vorteile hast du mit ein Barbecue Smoker gegenüber einem herkömmlichen Grill?

Dadurch, dass die durchschnittliche Temperatur in der Garkammer bei der Verwendung eines Smokers zwischen 90 und 130 Grad liegt, kann man diese Zubereitungsmethode mit Niedrigtemperaturgaren vergleichen. Somit kannst du vor allem größere Bratenstücke über lange Zeit hinweg garen, ohne dass diese trocken werden. Die schonende Art der Zubereitung beim Barbecue sorgt nicht nur für perfekten Geschmack sondern auch für eine bestmögliche Verwertung der im Essen enthaltenen Nährstoffe. Auch der durch den Rauch verursachte typische barbecue Geschmack hebt im Smoker zubereitete Gerichte ab. Dieser rauchige Barbecue Geschmack ist uns in Europa vor allem von Spareribs gut bekannt. Den barbecue Geschmack variieren kannst du problemlos durch Zugabe spezieller Hölzer oder Holzchips, welche beim Verbrennen einen bestimmten Duft abgeben, und so durch den Rauch auch einen intensiven Geschmack übertragen.

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Wie gehst du bei der Verwendung eines Barbecue Smokers am besten vor?

Zu Beginn muss das Feuer angeheizt werden. Ob du Kohle oder Holz verwendest wirkt sich auch auf das Endprodukt aus. Für Smoker wird meist die Verwendung von Holzscheiten empfohlen, da diese einen deutlich besseren Geschmack übermitteln. Ein ähnliches Ergebnis kannst du jedoch auch durch die Kombination von Holzkohle mit Holzchips erzielen. Ist das Feuer soweit, dass die gewünschte Temperatur in der Garkammer erreicht ist, wird das Grillgut aufgelegt. Wichtig ist, dass du in weiterer Folge die Garkammer so selten wie möglich öffnest, da dadurch große Temperaturschwankungen entstehen, doch soll die Temperatur möglichst konstant gehalten werden. Um dies zu gewährleisten, hat beinahe jeder Smoker Regulierkappen, mit denen die Temperatur für das Barbecue reguliert werden kann. Informiere dich am besten vorab über die nötigen Garzeiten. Verschiedene Fleischsorten und Fischsorten sowie Gemüse haben sehr stark abweichende Zeiten, die oft mehrere Stunden betragen können. Es ist empfehlenswert, keine zu unterschiedlichen Barbecue-Gerichte gleichzeitig zuzubereiten. Willst du die Hitze in der Feuerkammer auch noch nutzen, kannst du diese bei den passenden Geräten häufig auch als Backrohr verwenden. Durch die extrem hohe Temperatur kann hier zum Beispiel sehr leckere Pizza zubereitet werden.

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Welche Barbecue-Gerichte eigenen sich am besten zur Zubereitung im Smoker?

Wenn du deine Freunde mit typischen amerikanischen Barbecue Gerichten beeindrucken willst, dann kommst du um die "Holy Trinity of Barbecue" nicht umhin. Dazu gehören neben den bereits erwähnten Spareribs auch Beef Brisket (Im Rauch gegarte Rinderbrust) und Pulled Pork (über Stunden gegarte Schweine Schulter oder Nacken, welche am Ende derartig zart ist, dass man das Fleisch mit einer Gabel herunterzupfen kann). Doch auch Wild, Geflügel oder Fisch eignen sich hervorragend zur Zubereitung im Barbecue Smoker. Wichtig ist vor allem, dass die Temperatur und die Gardauer der Größe des zu garenden Stückes entsprechen.

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Worauf musst du beim Kauf eines Barbecue Smokers achten?

Am wichtigsten bei einem guten Barbecue Smoker ist die hochwertige Verarbeitung der Materialien. Das Gerät kann noch so toll aussehen, wenn es dir beim Aufbauen oder nach der Verwendung in alle Einzelteile zerfällt, hast du nichts davon. Hier zu beachten sind vor allem die Schweißnähte und Scharniere, die für den Zusammenhalt des Smokers sorgen. Auch die Wandstärke sollte nicht zu dünn sein, da dadurch garantiert wird, dass die gewünschte Temperatur gehalten werden kann. Ebenso sollte die Größe des gesamten Gerätes, der Grillfläche aber auch der Feuerkammer berücksichtigt werden. Diese Werte haben nicht nur einen Einfluss darauf, für wie viele Personen du Essen zubereiten kannst, sondern auch mit welchen Temperaturen dies von statten gehen kann. Vor allem für Beginner lohnt es sich, zusätzliche Extras wie beispielsweise ein eingebautes Thermometer, zu berücksichtigen. Dadurch kannst du mit einem Blick die Temperatur im Inneren der Rauchkammer ablesen, und so entscheiden ob und wann ein neuer Holzscheit nachgelegt werden soll. Schlussendlich ist natürlich auch der Preis ein Argument beim Kauf eines Smokers. Die billigsten Geräte bekommt man bereits für knapp unter 40 Euro, doch sind diese meist mehr Spielzeug als ernst zunehmendes Hilfsmittel. Ab 250 Euro sind bereits sehr gute Geräte erhältlich, mit denen du in die Welt des Barbecue Smokers Einzug erhalten kannst. Aber vorsicht, schnell ist man verwöhnt und gehört zu den Genießern. Dann bist du bessesen vom Barbecue und greifst vielleicht auch noch zu den Spitzengeräten. Die absoluten Spitzengeräte kosten durchaus einige hundert Euro. Der Erfolg deines Barbecues wird das rechtfertigen!

 

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