Dutch Oven Kochrezepte

Dutch Oven Kochrezepte

 

Was du beim Kochen von Rezepten im Dutch Oven beachten musst

Das Thema Kochen mit Rezepten ist uns einen kompletten Abschnitt wert. Hier erfährst du vor allem, wie du Missverständnisse von vornherein vermeidest und bekommst mit uns einen gemeinsamen Blick auf die Möglichkeiten und Grenzen beim Kochen mit dem Dutch Oven. 

Worum geht es genau? Immer wieder hören und lesen wir von Einsteigern, dass sie sich penibel an ein Rezept gehalten haben und das Gericht dennoch anbrannte. Es werden auch immer wieder Fragen an uns herangetragen, warum in vielen Rezepten zum Dutch Oven keine Temperaturangaben oder genaueren Zeitangaben zu finden sind.

Unserer Erfahrung nach funktioniert das Kochen mit dem Dutch Oven so nicht. Es ist zwar richtig, dass es verschiedene Methoden gibt, wie man die erzielte Temperatur im Dutch Oven berechnen kann. Wir selbst haben beschrieben, wie man zum Beispiel auf etwa 170 Grad kommt. Die Betonung liegt dabei jedoch wirklich auf dem Wort "etwa". Suchst du im Internet nach Möglichkeiten der Temperaturregulierung, findest d kleinteilige Tabellen, die suggerieren könnten, dass sich die Temperatur in 5er- bis 10er-Schritten "einstellen" ließe. Dabei ist es am Ende doch komplexer. Auf die Temperatur können verschiedene Dinge Einfluss haben. Der Abstand und die Anordnung der Kohlen unter dem Dutch Oven, die Qualität der Kohlen, die vorherige Lagerung der Kohlen, die Witterungsverhältnisse (Wind, Kälte, etc.). Der Dutch Oven selbst kann einen Einfluss haben. Es ist schlicht nicht verlässlich möglich, auf eben jene exakt gewünschten 185 oder 210 Grad zu kommen, wie du es von deinem Elektroofen kennst. Jedenfalls nicht ohne den Einsatz eines Thermometers. Und selbst damit kann es schwierig werden, wenn du den Anspruch hast, über einen längeren Zeitraum eine exakte Temperatur zu halten.

Deshalb verzichten wir in unseren Rezepten ganz bewusst auf konkretere Angaben zu den erforderlichen Temperaturen. Wir sind überzeugt davon, dass wir ansonsten Erwartungen hervorrufen würden, die aus unserer Sicht nicht zu erfüllen sind. Mit falschen Versprechungen und einer scheinbaren Sicherheit ist niemandem geholfen.

Mit unserer "Rechenmethode" (Faustformel) versuchen wir als eine Art "Grundtemperatur" auf etwa 170 Grad zu kommen. Von dieser (theoretischen) Temperatur kommend ist es jedem Dutch-Oven-Liebhaber möglich, soweit erforderlich mit kleinen Schritten etwas zu erhöhen oder abzuschwächen. Wir selbst kochen nun seit vielen Jahren im Dutch Oven und haben dort hunderte Rezepte ausprobiert. Fast alle davon sind geglückt, bei kaum einem haben wir uns vertiefende Gedanken über die exakte Temperatur machen müssen. Wir können nur dafür werben: Traue dich, sammel Erfahrungen!

Ähnliches gilt übrigens auch für die Garzeiten. Hier werden wir in unseren Rezepten zwar etwas konkreter, die Zeitspannen sind manches Mal dennoch recht großzügig gehalten. Es ist eine logische Folge, dass ein Rezept nicht minutengenau beschrieben werden kann, wenn schon die Temperatur kaum verlässlich ist. Kochen im Dutch Oven kann dazu führen, dass ein Gericht einmal 15 Minuten braucht, beim nächsten Angang jedoch 25. Hier kommen einfach zu viele Einflussfaktoren zusammen, als dass sich das Kochen mit dem in einer modernen Küche vergleichen ließe. Und noch einmal gilt: Hab keine Angst davor! Geh mutig voran. Es gibt keinen Grund zum Zögern! Der Dutch Oven "verzeiht" erstaunlich viel, es ist sehr viel einfacher als du zunächst denken magst. Nach den ersten Gerichten wirst du den Bogen raus haben.

Eine weitere Besonderheit, die du beim Kochen mit Rezepten beachten musst: Es gibt Dutch Oven in vielen verschiedenen Größen. Die meisten Nutzer haben jedoch nur einen oder zwei zu Hause. Bei Kochtöpfen ist dies meist anders. Wenn dort in einem Rezept eine bestimmte Menge an Zutaten benannt ist, kann die Topfgröße schnell angepasst werden. Rezepte für den Dutch Oven stehen also vor der Herausforderung, Mengenangaben aufführen zu müssen, die im Einzelfall möglicherweise nicht passend sind. Wir haben dieses Kochbuch an der geläufigsten Topfgröße ausgerichtet (Volumen des Topfes zwischen 5-8 Litern). Achte dennoch darauf, ob du die Menge der Zutaten ggf. in deinem Dutch Oven angleichen musst. Mehr dazu in einem weiteren Abschnitt.

Was du beim Kochen mit dem Dutch Oven mitbringen solltest, sind ganz grundlegende Kenntnisse: Wie schwitzt man Zwiebeln an? Woran erkennt man, ob ein Stück Fleisch gar ist? Wann ist Gemüse bissfest? Solche und ähnliche Fragen wirst du dir jedoch auch beim Kochen in einer Küche stellen müssen. Und auch dort helfen deine Erfahrungen, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, um ggf. die Temperatur etwas zu erhöhen oder zu senken.

Auch Wikipedia weiß was zum Dutch Oven: http://de.wikipedia.org/wiki/Dutch_oven

Für dich nur 3 Schritte bis zum Ziel

Um handlungssicher zu werden, führen wir dich in drei Schritten an das Kochen mit dem Dutch Oven heran. Du wirst sehen, die letzten Unsicherheiten werden verschwunden sein. Wir sind der festen Überzeugung, dass es dir damit später leichter fällt, dich an ALLE Rezepte heranzutrauen. Wir empfehlen dir, schon jetzt zumindest ein Gericht mit dem Deckel zuzubereiten, den Dutch Oven einmal zum Backen einzusetzen und dich an einen "Klassiker" heranzuwagen. Manche Dinge musst du einfach tun. Sonst bleibst du zu lange beim „ja, mit dem Deckel wollte ich auch immer einmal etwas machen…“. Das wäre schade! Dein Dutch Oven ist ein Universalgenie. Probiere die verschiedensten Rezepte aus, ganz egal ob du dabei kochst, brätst oder backst oder ob es sich dabei um süß-saure, fleischlastige oder vegane Gerichte handelt.

Dein erster Einsatz – Kochen mit dem Dutch Oven

Suche dir für den Start am besten ein einfach zu kochendes Gericht. Schließlich solltest du mit einem Erfolgserlebnis starten. Dein erstes Gericht sollte zudem ein säurearmes sein. Zu Beginn kann es sein, dass die Patina deines Dutch Oven noch nicht ausgehärtet ist. Gebe deinem Dutch Oven ein bis zwei Kochvorgänge Zeit, bevor du ihn mit säurehaltigen Speisen – wie Tomaten - in Berührung bringst.

Wir empfehlen dir zum Einstieg den folgenden Eintopf. Dein Vorteil: Das Rezept ist sehr leicht nachzukochen, so dass du dich auf den Umgang mit dem Dutch Oven konzentrieren kannst. Überdies kommt es hinsichtlich der Temperatur nicht so genau darauf an. Perfekt zum Üben!

Verwende diese Faustformel: Lege für den Eintopf 2/3 der Kohlen unter den Topf. 1/3 auf den Deckel.

Die Zutaten für Deinen Eintopf:

Du benötigst die folgenden Zutaten für dein erstes Gericht im Dutch Oven:

  • 750 g Möhren
  • 750 g Kartoffeln
  • 600 ml Brühe
  • 250 g gewürfelter Speck
  • 30 g Butter
  • 1 gewürfelte Zwiebel
  • ½ Apfel
  • Salz, Pfeffer, Prise Zucker

Die Zubereitung im Dutch Oven:

Schäle zunächst die Kartoffeln, die Möhren und den halben Apfel. Schneide diese im Anschluss in gleichgroße Stücke. Nun zerlasse die Butter im Dutch Oven und brate darin die gewürfelte Zwiebel und den Speck an. Wenn die Zwiebeln glasig sind, gebe die Kartoffeln, die Möhren und den halben Apfel hinzu und röste diese kurz an. Würze vorsichtig (insbesondere mit Salz zunächst sparsam umgehen) und lösche mit der Brühe ab.

Wenn du alle Zutaten im Dutch Oven hast, schließe den Deckel und atme einmal durch. Der Eintopf muss nun für etwa 30 Minuten garen.

Du hast jetzt Zeit! Es gibt keine Eile, der Eintopf muss nicht innerhalb von zwei Minuten anfangen zu köcheln. Wenn er zunächst nur langsam warm wird, macht das überhaupt nichts. Freue dich über diese Erfahrung, beobachte einfach aufmerksam, wie sich Temperatur und Kohlenmenge zueinander verhalten. Gegebenenfalls lege die Briketts nach. Sollte der Eintopf stattdessen gleich überzukochen drohen, ist auch das kein Grund zur Hektik. Nehme Kohlen weg und taste dich an eine gute Temperatur heran. Deinem Eintopf wird all dies wenig ausmachen. Dieses Rezept ist äußerst gutmütig und verzeiht die Schwankungen. Du lernst jetzt Deinen Dutch Oven kennen. Spürst du ihn schon, den Ruf der Freiheit?

Wenn die Kartoffeln aus deiner Sicht lange genug gekocht haben, nehme den Dutch Oven aus der Glut und stellen ihn auf einen festen Untergrund. Nehme vorsichtig den Deckel, halte ihn über die Feuerstelle und entferne die glühenden Briketts. Nun lege den geleerten Deckel wieder auf den Topf. Die Restwärme des Dutch Oven hält deinen Eintopf auf Temperatur, während du in aller Ruhe die Essensvorbereitungen treffen kannst. Soweit du magst, kannst du die Kartoffeln vor der Ausgabe noch ein wenig stampfen oder pürieren.

Guten Appetit! Genieße deinen Eintritt in die Welt der Dutch Oven!

 

Tipp:

Wer einen Petromax Feuertopf sein Eigen nennt, der hat den Vorteil, dass er den Deckel zugleich als Pfanne verwenden kann. Gehörst du dazu, sind Pfannkuchen (auch als Eierkuchen bekannt) eine sehr leckere süße Speise, die ohne anzubrennen sehr leicht gelingt. Zu diesem Gericht kannst du auch Kinder sehr gut mit einbeziehen.


Rezepte für den Dutch Oven

Wer einen Dutch Oven besitzt, der benötigt auch Rezepte. Für den Dutch Oven gibt es inzwischen sehr viele davon. Es gibt Klassiker und Exoten, herzhafte Gerichte und süße Speisen. Zu finden sind sie in Kochbüchern und im Internet. Das Kochbuch als Klassiker und das Internet als Trendmedium. Hier unsere Empfehlung für den Einstieg:
 

Dutch Oven Fibel XXL

 

2. Schritt – Der Dutch Oven als Backofen

Wähle für den Einsatz als Backofen a) das Brotrezept oder b) den Käsekuchen aus. Beachte die Faustregeln zum Backen (1/3 der Kohlen unter dem Topf, 2/3 der Kohlen auf dem Deckel) ist hier bedeutsam.

a) Roggenbrot

Brot backen ist an und für sich eine simple Angelegenheit. Die Herausforderung besteht insbesondere im Erreichen und Halten der richtigen Temperatur. Genau hierzu die folgende Übung, schließlich lernst du ja noch. Fehler sind erlaubt.

Die Zutaten für dein Roggenbrot:

  • 950 g Mehl (Type 1150)
  • 150 g Natursauerteig (flüssig)
  • 1 gehäufter Esslöffel Zucker
  • 1 gehäufter Esslöffel Salz
  • 1 Würfel Hefe (42g)
  • knapp 750 ml Wasser (lauwarm)

Die Zubereitung im Dutch Oven
Knete alle Zutaten zu einem Teig. Dies gelingt am besten in einer Rührschüssel. Sobald die Zutaten zu einer homogenen Masse verknetet sind, bleibt der Teig abgedeckt 20 Minuten an einem warmen Ort sich selbst überlassen. Die Masse reicht für zwei Brote. Halbiere deshalb die Menge nun. 

Verstreue nun Mehl auf deiner Arbeitsfläche, so dass du darauf den halbierten Teig rollen kannst. Nun erhält der Teig die gewünschte Form. Hierbei darfst du gerne kreativ werden und eigene Formen gestalten. Wir haben sieben "Kugeln" geformt, die wir passend im Dutch Oven anordnen konnten.

Im Anschluss bestreust du das Innere des Dutch Oven mit Mehl. Der Teig kann nun hinein gelegt werden. Lege den Deckel auf den Topf und lassen den Teig noch einmal für 40 Minuten ruhen.

In der Zwischenzeit kannst du die Grillkohle anzünden. Die Kohle wird nach obiger Faustformel unter dem Topf und auf dem Deckel verteilt. Hierbei solltest du darauf achten, dass die Hitze nicht direkt am Boden des Dutch Oven anliegt, damit das Brot nicht anbrennt. Lasse also soweit möglich zwischen Kohlebriketts und Topf noch ein ganz klein wenig Platz. Nach 50 Minuten Backzeit ist das Brot fertig. Vor dem Verzehr solltest du es noch auskühlen lassen.

b) Käsekuchen

Die Zutaten für Deinen Käsekuchen:

  • 200 g Butter
  • 300 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Zitrone (die Schale der Zitrone wird eingerieben)
  • 4 Eier
  • 1 kg Quark
  • 125 g Hartweizen-Grieß (für herzhafte Gerichte)
  • 1/2 Päckchen Backpulver (in den Grieß rühren)
  • 1 Schuss Milch

Die Zubereitung im Dutch Oven
Statt des Brotes, kannst du auch einen Käsekuchen als dein erstes "Backofen-Gericht" wählen. Zur Erinnerung: Die Kohlebriketts sind hierbei wie folgt zu verteilen: 1/3 unter den Topf, 2/3 auf den Deckel.

Verflüssige zunächst die Butter im Dutch Ovenf. Fülle die Butter im Anschluss in eine Rührschüssel. Nun gibst du die übrigen Zutaten auch dort hinein und rührst den Teig ordentlich durch bis alles eine homogene Masse ergibt.

Lege im Anschluss den Topf des Dutch Oven mit Backpapier aus. Mit zwei sich überlappenden Blättern sollte das leicht gelingen.

Stelle den Dutch Oven auf die Kohlen. Gieße die Masse hinein und decke den Topf mit dem Deckel ab. Auf den Deckel kommen nun noch die Kohlen. Der Kuchen muss für 40-45 Minuten backen. Zur Sicherheit kannst du nach etwa einer halben Stunde einen ersten kurzen Blick auf deinen Kuchen werfen, um ein Verbrennen desselben auszuschließen. Gerade zu Beginn tastest du dich ja noch an den richtigen Umgang mit der Temperatur heran, so dass du im Zweifel ruhig etwas vorsichtiger sein darfst. Um festzustellen, ob der Kuchen fertig ist, nimmst du ein dünnes Holzstäbchen und piekst einmal hinein. Bleiben Kuchenreste am Stäbchen hängen, braucht der Kuchen noch. Andernfalls ist er fertig.

Guten Appetit und viel Freude mit deinem Käsekuchen!

Den Deckel als Pfanne zu verwenden, ist keine große Herausforderung. Sicherlich fällt dir ein schlichtes Gericht für den Deckel ein, welches du ausprobieren möchtest. Falls du gerade keines zur Hand hast, nehme einfach einen Rezeptvorschlag von uns an. Du könntest dazu eines unserer gleich noch aufgeführten Rezepte für Rührei oder für Pfannkuchen verwenden. Zwei gängige Pfannenmahlzeiten. Ungleich anspruchsvoller ist der Einsatz des Dutch Oven als Backofen. Die Kunst besteht für dich darin, die richtige Temperatur zu erreichen und über einen längeren Zeitraum zu halten. Überdies ist das Verhältnis von Kohlen unter und Kohlen auf dem Deckel von dir zu beachten. Bei Gerichten die hierfür anfällig sind, kann überdies ein Anbrennen auf dem Topfboden vorkommen. Auch bei deinem vorletzten Schritt lassen wir dich nicht allein, du findest auch dazu zwei Rezepte zur Auswahl. Unter Dutch-Oven-Fans ist es weit verbreitet, im Topf Brot zu backen. Deshalb haben wir dir ein Rezept hier hinterlassen. Du kannst dich aber auch stattdessen für einen Käsekuchen entscheiden und unser überliefertes Familienrezept auswählen.

Mit dem dritten und letzten Schritt widmest du dich einem echten Klassiker. Wir wollen dich nicht in die Freiheit entlassen, bevor du eines der beliebtesten Dutch-Oven-Gerichte überhaupt gekocht hast. Die kulinarische Feuerprobe für uns stellt das Schichtfleisch dar, das eindrucksvoll die Urtümlichkeit des Dutch Oven abbildet.

Wir wünschen dir für diese 3 Schritte viel Spaß und Erfolg. Sollte dir eines der Gerichte missglücken, sei nicht zu streng mit dir. Du befindest dich innerhalb der ersten 20 Stunden mit deinem Dutch Oven. Dein Ziel der Übung lautet dabei noch immer, den Dutch Oven kennenzulernen. Mit zunehmender Zahl der Einsätze werden dir die Gerichte verlässlicher gelingen.

Viel Freude mit deinem Dutch Oven!

3. Schritt – Einsatz des Deckels

Wähle für den Einsatz des Deckels a) Rührei oder b) Pfannkuchen aus.

a) Rührei

Die Zutaten für Ihr Rührei:

  • 8 Eier
  • 100 g gewürfelter Schinken
  • 100 ml Milch
  • 1 Bund Schnittlauch
  • Salz

Je nach persönlicher Vorliebe kannst du das Rührei natürlich auch ohne Schinken zubereiten.

Die Zubereitung im Deckel
Gebe die Eier in eine Rührschüssel und gieße die Milch hinzu. Hacke das Schnittlauch klein und gebe es – zusammen mit einer Prise Salz – ebenfalls in die Schüssel. Nun rührst du die Mischung mit einem Handrührgerät oder Schneebesen ordentlich durch. Die Vorbereitungen sind damit abgeschlossen.

Nun widmest du dich dem Deckel. Stelle den Deckel mit der Unter/Innenseite nach oben in die Glut. Im Abschnitt Dutch Oven Zubehör haben wir dir den Pfannenknecht vorgestellt. Mit dieser Variante steht der Deckel gerade und stabil. Natürlich kannst du die Abstellfläche auch mittels einer Bastellösung herstellen, etwa mittels einiger Pflastersteine oder ähnlicher Puffer zur Glut. Wenn du einen Dutch Oven mit integrierten Füßen im Deckel hast, stelle ihn einfach darauf.

Ist der Deckel heiß, geht es los. Brate die Schinkenwürfel an. Gieße die Eier dazu. Löse mit einem Holz- oder Kunststofflöffel immer wieder das Ei vom Boden des Deckels, bis alles hinreichend fest geworden ist.

Fertig! Viel Vergnügen und lasse es dir schmecken!

b) Pfannkuchen

Solltest du dich für Pfannkuchen entscheiden, benötigst du die folgenden Zutaten:

  • 8 Eier
  • 800 g Milch
  • 500 g Mehl
  • Nach Belieben: Zucker und eine Prise Salz (hier ohne)
  • Nach Belieben: Rosinen (hier mit)

Die Zubereitung im Deckel:
Die Zubereitung im Deckel gelingt auch dir spielend. Gebe das Mehl in eine Rührschüssel. Schlage die Eier auf und gebe diese zum Mehl. Gieße die Milch hinzu und verrühre die Zutaten ordentlich mit einem Schneebesen.

Ein Verklumpen vermeidest du übrigens durch langsames Dazugießen der Milch bei gleichzeitigem Rühren. Ein zäher Teig lässt sich besser endklumpen. Entstehen doch mal Klumpen, so kannst du den Pfannkuchenteig durch ein Sieb gießen.

Lasse den Teig nach dem Verrühren 20 Minuten ruhen. Im Anschluss ist er für die Zubereitung der Pfannkuchen bereit.

Gebe etwas Fett in die Mitte des Deckels vom Dutch Oven, der nun als Pfanne dient. Gieße mit einer Schöpfkelle den Teig in den Deckel. Sobald sich der Pfannkuchen vom Boden lösen lässt, kannst du den Pfannkuchen wenden und von der zweiten Seite bräunen.

 

Dutch Oven Kochrezepte

(Danke für das Bild von Feuer-Topf.de, der Seite für Kochrezepte)

Ein Tipp noch: Stapel die Pfannkuchen auf einem Teller, so brauchst du diese nur noch abzudecken und sie halten bis zum Verzehr länger warm.

Jetzt fehlt dir noch ein echter Klassiker. Aus unserem Dutch Oven Kochbuch erhältst du im nächsten Teil alle nötigen Hinweise für diese letzten tollen Schritt.